ABSEITS DER PISTEN IM LUNGAU

Skitouren in traumhafter Natur

Der Lungau – das Skitourenparadies

Skitouren sind die Vereinigung von Naturerlebnis und Bewegung. Der UNESCO Biosphärenpark Lungau eignet sich besonders für diesen Sport, denn hier ist die Natur weitgehend ursprünglich und in den sieben Seitentälern sowie an den Hängen der zahlreichen Gipfel gibt es vielfache Möglichkeiten für wunderbare Touren. Die naturgegebene Höhenlage von durchschnittlich 1.000 Höhenmetern trägt dazu bei, dass im Lungau oft bessere Bedingungen vorzufinden sind, als anderswo. Da im Lungau der Ausgangspunkt für Skitouren meist schon in einer Höhe zwischen 1.200 m und 1.500 m liegt, sind die Höhenmeter zum Gipfel mit etwas Grundkondition relativ leicht zu bewältigen. Die Natur ist das Hauptargument für Skitouren, darum sollte man auch gut auf sie acht geben. Die Touren sollten so geplant werden, dass sie möglichst wenig in den Lebensraum von Tieren und Pflanzen eingreifen. Bleiben sie auf den Wegen und meiden Sie junge Forstkulturen, um Beschädigungen zu verhindern.

Skitourentradition im Lungau

Schon 1896 wurde die erste Skitour im Lungau dokumentiert. Skipionier Toni Schruf und sein Freund Dr. Fest bestiegen damals als erste mit Skiern den Prebergipfel auf 2.740 m. Die Skiabfahrt wurde im Tourenbuch damals so beschrieben: „Mit schönen Skischwüngen hinuntergefahren ins Tal.“ Vor dem ersten Weltkrieg bestieg der bekannte Bergsteiger Eugen Guido Lammer ebenfalls den Preber und auch das Granitzl mit Skiern. Nach dem ersten Weltkrieg wurde das Skilaufen langsam zum Modesport. Da es noch keine Skilifte gab, war praktisch jede Abfahrt eine Skitour. Weißpriach war damals das Zentrum des Skisportes im Lungau und die Nockberge beliebtes Skiterrain bei den Wintergästen. Erst in den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts begann die Zahl der Skitourengeher rasant zu steigen.

Richtige Ausrüstung

Skitouren erfordern neben der zeitgemäßen, leichten Ausrüstung und der Sicherheitsausrüstung (Lawinenpiepser, Lawinensonde und Lawinenrucksack) vor allem genaue Planung, gute Skitechnik und Kenntnisse über Schnee- und Lawinenkunde. Wer nicht erfahren genug ist sollte sich nur mit einem Führer ins Gelände wagen! Einen erfahrenen Führer und die passende Ausrüstung kann man vor Ort buchen. Die Tourenbekleidung reicht von der Unterwäsche bis zum Anorak. Sie sollte atmungsaktiv, wasserdicht und winddicht sein. Bei der Kleidung sollte man sich auf etwaige Wetterumschwünge vorbereiten. Ein zweites Hemd, mehrere Kopfbedeckungen, Reservehandschuhe und Überhose sollten immer mitgenommen werden. Im Tourenrucksack empfehlen Experten Biwaksack, Alurettungsdecke, Rucksackapotheke, Stirnlampe, Kompass, Höhenmesser, Tourenkarte, gefüllte Trinkflasche, Toilettenpapier, Sonnenschutzcreme, Lawinenschnur, Lawinenschaufel und eventuell zwei Reepschnüre und Karabiner. Außerdem sollte man Geld, eine Uhr, einen Ausweis, ein Taschenmesser, Zünder oder Feuerzeug, sowie gute Sonnenbrillen mit UV-Schutz und Proviant für zwei Tage nicht vergessen.