Andreas Walcher: 15 Jahre Tourismusverband

Herzenswärme und große Projekte

Seit 15 Jahren ist Andreas Walcher als Obmann des Tourismusverbandes St. Michael tätig, in diesem Jahr übergibt er die Tätigkeit an seine Nachfolge. Während seiner Amtszeit ist viel passiert – im Gespräch zieht der 62-jährige Lungauer Bilanz über die fordernde und erfüllende Tätigkeit.

Herr Walcher, wie sind Sie Obmann des Tourismusverbandes geworden?

Nachdem ich schon seit nunmehr 47 Jahren bei einem Steuerberater tätig bin und der Schwerpunkt in der Hotellerie und Gastronomie liegt, ist der Tourismusverband auf mich zugekommen. Das hat sich so ergeben, nun bin ich tatsächlich schon 15 Jahre als Obmann aktiv.

Es hat auch Sinn gemacht. Man hat als Steuerberater Einblick in alle Bereiche des Betriebes, das war sicher von Vorteil für meine Tätigkeit im Tourismusverband.

Welche Projekte waren während Ihrer Amtszeit besonders wichtig?

Ein erstes großes Projekt war der Umbau des Tourismusbüros 2005 auf einen Stand, der einfach angemessen war. Darüber hinaus war der Aufbau des Chorfestivals „Feuer und Stimme“ ein großes Highlight. Anfangs haben nur Lungauer Chöre mitgemacht, inzwischen kommen pro Jahr an die 1400 Sänger aus ganz Europa zu uns nach St. Michael, es ist mittlerweile das größte Chorfestival Österreichs.

Wir haben in den letzten Jahren auch neben der Bewerbung von Familien verstärkt Senioren- und Gruppenreisen beworben und waren viel in anderen Bundesländern unterwegs.

Es sind wunderbare Themenwege entstanden, die Murinsel, der Sinnesweg, gerade entsteht der Vogelwanderweg. Gemeinsam mit der Gemeinde haben wir auch die große Investition der Gondel aufs Speiereck getätigt und unsere Reisebürotätigkeit deutlich ausgebaut. Viele großartige Projekte!

In diesem Jahr steht nun ein Wechsel an…

Ja, bei der Jahreshauptversammlung am 5. April werde ich meine Obmann-Tätigkeit niederlegen, nachfolgen wird mir die erfahrene Lisbeth Schwarzenbacher. Auch in anderen Betrieben findet ein Generationenwechsel statt – und das ist gut so, die Jugend soll übernehmen, sie sind die Zukunft. Wenn man´s gerne tut, kann man einiges bewegen!

Das war auch immer unsere große Stärke nach außen: Ein Team, das seine Werte wirklich lebt. Hier kann ich unserer Geschäftsführerin Frau Lankmaier, den Mitarbeitern und allen freiwilligen Helfern einfach nur ganz herzlich gratulieren und mich für die gute Zusammenarbeit bedanken!

Was macht für Sie den Lungau so besonders?

Der Lungau ist nicht überlaufen und die Menschen dort noch sehr herzlich, man freut sich ehrlich auf den Gast und grüßt sich auf der Straße – das ist nicht selbstverständlich. Der Gast fühlt sich daheim, auch bei den Vermietern wird das wirklich gelebt. Dies ist der Schlüssel zum Erfolg!

Und durch die Höhenlage über 1000 Metern ist das Klima rau, aber durch die trockene Luft ist das wenig spürbar. Eines der schönsten Komplimente, das ich einmal von einem Gast bekommen habe: „Es ist zwar kalt, aber das gleicht ihr über die Herzenswärme wieder aus!“

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