BERGSEENLAND LUNGAU

Prebersee & Landschitzseen

Der Prebersee

Auf 1.514 Höhenmetern liegt der Prebersee in der Gemeinde Tamsweg an den Hängen des Prebers (2.740 m). Der Preber ist der Hausberg von Tamsweg und im ganzen Lungauer Becken sichtbar. Rundherum erstreckt sich ein großflächiges Almen- und Weidegebiet mit Fichten- und Lärchenwäldern, ideal für Wanderungen. Der See hat eine dunkelbraune Wasserfarbe, was auf die Schwebstoffe des umgebenden Moores (Huminsäuren aus dem Torf) zurückzuführen ist. Durch den geringen Gehalt an Mineralien ist das Wasser besonders weich. Der See hat einen weit über die Grenzen reichenden Bekanntheitsgrad, durch das berühmte Preberschießen, bei dem man eine Kugel von der Wasseroberfläche des Sees auf die Zielscheibe abprallen lässt. Die mystische Aura des Sees hat auch zu einer Sage geführt, in der es heißt, dass der See über die Ufer treten wird und den ganzen Murboden überschwemmt. Eine goldene Egge wird schließlich aus dem See gespült, die so kostbar sein wird, dass man davon alles wieder aufbauen kann, sogar die St. Leonhardskirche. Die goldene Egge könnte man auch als goldene Sonnenspiegelung im Prebersee interpretieren. Es steckt also doch etwas Wahrheit in jeder Sage…

Die Landschitzseen

Die Landschitzseen sind drei Gebirgsseen an der steirischen Grenze. Sie befinden sich in den Schladminger Tauern, in einem Seitental des Lessachtales nördlich von Tamsweg. Im oberen Bereich des gleichnamigen Landschitztales befinden sich die drei Landschitzseen geordnet nach Ihrer Höhe: Unterer Landschitzsee, Mittlerer Landschitzsee und Oberer Landschitzsee. Über den Seen thront der Hochgolling (2.863 m). Der Untere Landschitzsee ist etwa 500 m lang und 250 m breit. Er liegt auf 1.778 m und ist von der Laßerhofalm (1.270 m) im Hinteren Lessachtal auf dem markierten Weg  Nr. 784 in ca. zwei Stunden zu Fuß erreichbar. Der Mittlere Landschitzsee (1.937 m) hat die gleiche Länge, ist aber etwas schmäler als der Untere Landschitzsee. Weiter oben wartet der Obere Landschitzsee auf 2.070 m traumhaft gelegen in einem Talkessel am Fuß des Hochlanecks (2.463 m). Bei heißen Temperaturen ist ein Bad in den kalten und klaren Seen die richtige Erfrischung während der Wandertour. Der Aufstieg gestaltet sich wildromantisch durch schattige Wälder und wird mit herrlichen Fotomotiven belohnt.