„Liebe das Leben“ auf der Gamskogelhütte

Hüttenwirt Peter Aschbacher im Gespräch

Seit 2010 bewirtschaften Peter Aschbacher und seine Lebensgefährtin Nina Strafner die Gamskogelhütte am Katschberg. Die Hütte gibt es seit den 1970er Jahren – heute bietet sie unter anderem das höchste Standesamt der Alpen! Peter Aschbacher erzählt uns mehr…

Lieber Peter, wie waren die Anfänge der Gamskogelhütte?

Die Hütte gibt es seit Mitte der 1970er Jahre, damals haben meine Schwiegereltern in spe, Sieglinde und Andreas Strafner, mit der Bewirtschaftung begonnen. 1982 wurde erweitert, so entstand unsere große Hütte. Im Jahr 1994 gab es einen Zubau, 2004 wurden dann beide Hütten verbunden. Meine Lebensgefährtin Nina und ich haben die Hütte 2010 von ihren Eltern übernommen und sind dankbar für deren großartige Vorarbeit!

Was ist denn besonders bei euch?

Wir haben zahlreiche langjährige Mitarbeiter aus der Region, das ist sicherlich eine Stärke. Und der Großteil aller unserer Produkte kommt hier aus der Region, unsere Speisen werden daraus frisch zubereitet. Wir servieren Köstlichkeiten aus der Kärntner und der Salzburger Küche, da die Landesgrenze genau über unser Grundstück verläuft. Ob Fleischnudeln mit Kraut, Kaiserschmarrn, Lungauer Eachtling, Fleisch von den Bauern in der Region oder selbst gemachter Apfelstrudel… Bei uns bekommen die Gäste regionale und saisonale Gerichte in ausgezeichneter Qualität.

Außerdem verfügen wir seit 2011 über das höchstgelegene Standesamt der Alpen! Die Landesgrenze zwischen Kärnten und Salzburg geht genau durch unsere Hütte, somit sind wir gleichzeitig eine Zweigstelle des Standesamts Rennweg und des Standesamts St. Michael.

Wie kam die Idee, Hochzeiten in luftiger Höhe anzubieten?

Über Umwege! 2004 ist eine Dame zu uns gekommen, weil sie eine Marienkapelle errichten wollte, als Dank für ihre Genesung. Im Jahr 2005 wurde die Kapelle, rund 150 m von uns entfernt, eingeweiht. Daraufhin bekamen wir einige Anfragen für Hochzeiten und haben von 2007 bis 2011 mit dem Standesamt der Marktgemeinde Rennweg Gespräche geführt, bis die erste Hochzeit stattfinden konnte.

Auch der Vizebürgermeister von St. Michael hat bei uns geheiratet, so wurde dann auch nach sehr produktiven Gesprächen mit Bürgermeister Manfred Sampl die Marktgemeinde St. Michael mit ins Boot geholt. Die länderübergreifende Zusammenarbeit ist nicht alltäglich und läuft sehr positiv ab!

Inzwischen haben wir über 350 Hochzeitstermine hier oben gefeiert. Wir bieten dies von Juni bis September/Oktober an und sind immer ausgebucht. Bei uns kriegt man das Gesamtpaket: Wir sorgen für Organisation, Essen, Blumenschmuck, Musik und alles andere. Unser Motto: „Liebe das Leben – lebe die Liebe!“

Wer kommt denn außer Hochzeitspaaren noch zu euch auf die Hütte?

Wir liegen im Winter mitten im Skigebiet und im Sommer gleich auf einem beliebten Wanderrundweg – da trifft sich auch wieder Kärnten und Salzburg!
Es kommen natürlich auch viele Holländer, Italiener und Deutsche zu uns, in den vergangenen Jahren aber wieder verstärkt Einheimische.

Und wie würdest du die Natur oben bei euch beschreiben?

Bei uns gibt es einfach noch tatsächlich vier Jahreszeiten! Die Natur ist ein absoluter Traum, man entdeckt wieder, was man eigentlich vor der eigenen Haustüre hat. Wir organisieren auch spezielle Hoamat-Veranstaltungen, wie zum Beispiel eine kulinarische Wanderung durch den Biosphärenpark am 13. Oktober. Hier starten wir mit einem Frühstück in Kärnten, wandern hinauf zu uns zum Mittagessen und schließen dann im Tal mit einem Abenddinner wieder ab. Das Ganze mit Musik – so lernt man die Gegend auf besondere Weise kennen!

Was schätzt du am Lungau besonders?

Ich bin viel herumgekommen, war unter anderem als Barchef auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs. Jetzt bin ich aber wieder sehr froh, nach Hause zurückgekommen zu sein!

Hier im Lungau können wir zum Bach gehen und aus ihm trinken, die Natur spielt alle vier Jahreszeiten, und dennoch bist du in nur einer Stunde in Klagenfurt oder Salzburg. Wir betreiben die Hütte mit viel Herzblut und lieben unsere Umgebung – das merken auch die Gäste. Übrigens vertreten wir ganz aktuell Kärnten bei der ORF-Sendung „9 Plätze – 9 Schätze“, das freut uns natürlich sehr!

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