Mit dem Pistenbully unterwegs

Ohne Richard Pacher läuft am Petersbründllift in St. Michael gar nichts. Mit seinem Pistenbully und den Schneekanonen präpariert er den Hang so perfekt, dass selbst Profi-Skiläufer ins Schwärmen kommen. Dass er dafür des Öfteren auch nachts arbeiten muss, macht dem geborenen Kärntner nichts aus.

Richard stammt aus Gmünd in Kärnten und wohnt heute in Kremsbrücke, nur wenige Kilometer von St. Michael entfernt. Die eigene Landwirtschaft schultert meist sein Sohn, denn Richard ist mit Leib und Seele Pistenraupenfahrer – und das schon seit 39 Jahren. Bereits im Alter von 17 Jahren verhalf er dem Skigebiet in Innerkrems zu besten Pistenverhältnissen, seit drei Jahren sorgt er sich Tag und auch Nacht um den Petersbründllift. „Es ist ein tolles Gefühl und es kommt echte Freude auf, wenn die Skifahrer von der präparierten Piste hellauf begeistert sind“, erklärt Richard seinen täglichen Antrieb, stets das Beste zu geben.

Flexibler Allrounder am Petersbründllift

Fixe Arbeitszeiten und immer dieselben Tätigkeiten? Nicht bei Richard! Das Wetter stellt den engagierten Pistenraupenfahrer vor immer neue Aufgaben. Schneekanonen aufstellen und umstellen, je nach Witterung die Piste in Schwung halten, als Liftwart natürlich auch die Liftkasse betreuen und ganz nebenbei noch die Einteilungen für die Rennstrecke machen: Langweilig wird es nie. Und weil das Wetter ja nicht nur tagsüber seine Launen hat, muss Richard bei Schneefall auch nachts raus. „Bei normaler Schneelage brauche ich zwei Stunden, um die Skipiste zu präparieren. Wenn das Wetter nicht so mitspielt, wird schon so manche Nachtschicht fällig“, berichtet Richard. Damit er dann doch zu seinem verdienten Schlaf kommt, wechselt er sich mit einem Kollegen ab.

Top Trainingsstrecke in St. Michael

Der FIS-Slalomhang im Salzburger Lungau eignet sich perfekt für Rennveranstaltungen und Trainings. Einheimische Skiclubs wie der Salzburger Skiverband nützen den Hang gerne für Vortrainings von Rennen, die in der Nähe durchgeführt werden. Doch die Qualität der Strecke hat sich längst weithin herumgesprochen: Aus ganz Österreich und aus dem Ausland kommen Skisportler, um hier zu trainieren. „Finnen, Franzosen und Rennläufer anderer Nationen nützen den FIS-Slalomhang, das ist natürlich ein tolles Kompliment“, zeigt sich Richard zufrieden und setzt noch hinzu: „Über den Winter sind fast alle Trainingstermine ausgebucht!“ Erfolgreiche Rennläuferinnen wie Tessa Worley und Christine Scheyer haben an Richards Petersbründllift trainiert – und dann im Weltcup gesiegt!

Beste Pistenverhältnisse für jedermann

Natürlich steht der Petersbründllift auch Nicht-Profiskiläufern offen. Groß und Klein können sich an der perfekt vorbereiteten Abfahrt erfreuen. Das Geheimnis? „Eine Mindestschneehöhe von 60 Zentimetern braucht es schon“, berichtet Richard. Naturschnee und das Weiß aus den Schneekanonen liefern die Unterlage, die er dann mit seinem Pistenbully 300 Kandahar sorgfältig bearbeitet. Denn je langsamer Richard die Pistenraupe fährt, umso besser und schöner wird die Piste. Und umso länger hat er Spaß bei der Arbeit, denn: „Mit 470 PS unterwegs zu sein, ist einfach ein herrliches Gefühl!“ Sagt’s und schwingt sich wieder in die Kabine seines roten Pistenbullys, um für einen neuen, tollen Skitag am Petersbründllift zu sorgen.

 

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