Samson zieht durch die Gassen

3 Fragen an Vereins-Obmann Thomas Grain

Seit sechs Jahren ist der 26-jährige Thomas Grain Obmann der Samsonträger-Gruppe St. Michael. Der Brauch geht auf das 16. Jahrhundert zurück, seitdem zählt der bunte Marsch der 6 Meter hohen Samson-Figur durch die Marktgassen – begleitet durch Musikkapelle und Schützenverein – zu den saisonalen und kulturellen Höhepunkten St. Michaels.

Herr Grain, was hat Sie zur Samsonträger-Gruppe gebracht?

Es ist für mich eine Ehre, dabei zu sein! Ich wurde gefragt, ob ich mitmachen möchte und bin nun im sechsten Jahr im Verein tätig. Es ist schon viel Aufwand, wir sind viel unterwegs, aber es zahlt sich auf jeden Fall aus. Wir sind eine eher junge Brauchtumsgruppe – unser Träger ist zum Beispiel erst 24 Jahre alt – und müssen uns um Nachwuchs zum Glück keine Sorgen machen. Wir hoffen, dass wir die Tradition noch lange weitergeben können!

Was ist das Besondere an diesem Brauch? Und was ist konkret zu tun?

Zuerst binden wir Buschen und Blumensträuße zur Dekoration, die Samson-Figur wird fertig gemacht. Unser Träger bereitet sich vor und schlüpft in die Figur hinein, in ein Holzgestell. Unsere Samson-Figur ist rund 360 Jahre alt! Dann holen uns die Musikkapelle und die Schützen ab, ohne die ziehen wir nicht los. Auf dem Weg gibt es sechs bis sieben Mal einen Walzer und der Samson tanzt. Das ist für den Träger eine riesige Herausforderung, er muss stark sein – der Samson von St. Michael wiegt 67 Kilo!

Was macht für Sie den Lungau und St. Michael so besonders?

Die Berge, die Umgebung, die Leute… eigentlich alles zusammen. Die Menschen sind freundlich und es hilft jeder, wenn jemand etwas braucht. Das läuft in einer Stadt sicher anders. Hier kennt jeder jeden und man unterstützt einander, das finde ich großartig!

Die nächsten Samson-Termine:

14.08.2016 – Samsonumzug beim Sommerfest der FF St. Michael
15.08.2016 – Samsonumzug am Katschberg
25.09.2016 – Samsonumzug anlässlich des Marktfestes St. Michael