SKITOUR AUF DEN PREBER

Rauf auf den Hausberg von Tamsweg

Der Preber

Der Preber ist mit 2.740 m der dritthöchste Berg im Lungau und gehört zu den Schladminger Tauern. Seine exponierte Lage und markante Gestalt hinterlässt schon von weitem einen imposanten Eindruck und macht ihn über einen Großteil des Lungauer Beckens hinaus sichtbar. Am Fuße des Prebers liegt der Prebersee, welcher durch das Wasserscheibenschießen zu internationaler Berühmtheit gelangt ist. Aber auch der Preber selbst ist weithin bekannt, vor allem im Winter als einer der bekanntesten Skitourenberge im Lungau und eines der beliebtesten Skitourenziele in den Ostalpen. Einsam wird man aufgrund der Bekanntheit hier oben wahrscheinlich nicht sein. Schon die Aussicht vom Gipfel ist den Aufstieg wert. Richtung Süden schaut man bei klarem Wetter bis in die Julischen Alpen. Im Westen thront der Großglockner und gegen Nordwesten blickt man links vom Roteck auf das Kasereck und den Hochgolling.

Der Aufstieg

Auf den Preber führen zwei Touren. Die erste Tour startet vom Prebersee (1.520 m) aus und benötigt etwa 3,5 Stunden für den Aufstieg. Am Prebersee gibt es zwei Parkplätze, die nördlich des Sees liegen. Der erste befindet sich bei der Ludlalm und der zweite 400 m östlich davon. Die Anreise erfolgt von Tamsweg aus 9 km über die Preberstraße oder 15 km vom steirischen Krakau aus. Vom Ludlalm-Parkplatz beginnt der gekennzeichnete Weg etwa 500 m bis zu einem Gatter. Vom zweiten Parkplatz aus hält man sich nordwestlich um hierher zu gelangen. Vor dem Gatter geht man rechts durch einen Hochwald und weiter zur Prodingeralm und Preberhalterhütte. Von hier aus sieht man schon den Vorgipfel und hat noch 900 Höhenmeter bis zum Gipfel vor sich. Über den riesigen, freien und steilen Hang steigt man bis zum Vorgipfel und hält sich dann links über die Roßscharte bis zum Gipfelkreuz. Das letzte Stück muss man oft zu Fuß gehen, weil es durch starke Winde abgeblasen sein kann. Der andere Weg startet in der Ortschaft Lessach (1.197 m). Diese liegt 7 km nördlich von Tamsweg und ist mit Auto oder Bus erreichbar. Vom Unterdorf in Lessach wandert man östlich über den Lessachbach und rechts zu einer Kapelle. Dort zweigt der Wagenberg-Güterweg ab und führt vom Scheuerergut 1.440 Höhenmeter bis zum Gipfel. Vom Scheuerergut steigt der Weg flach Richtung Osten an. Es geht links des Mühlbaches taleinwärts, über den Bach und bis zur Eberhütte. Dann hält man sich nordöstlich bis zur Prodingerhütte, wo man auf den Weg der ersten Tour trifft und diesen dann bis zum Gipfel folgt. Diese Tour benötigt ca. 4,5 Stunden für den Aufstieg.

Die Abfahrt

Auch für die Abfahrt gibt es zwei Möglichkeiten. Eine schöne und leichte Variante führt über die Südflanke zum Prebersee. Vom Gipfel aus hält man sich südlich und fährt über die Südflanke bis zur Preberhalterhütte ab. Bei Nebel aufpassen und unbedingt an die Aufstiegsroute halten! Denn rechts der Aufstiegsspur warten die Felsabstürze des Preberhalterkessels. Von der Preberhalterhütte fährt man zur Prodingerhütte und verlässt dann die Aufstiegsroute nach rechts entlang einer Almstraße bis zur Eberlalm. Dort geht es durch ein Gatter zurück zum Prebersee. Die Abfahrt nach Lessach ist länger und hat noch mehr zu bieten als die erste Variante. Man fährt wie bei der ersten Abfahrt zur Eberlalm. Dort verlässt man die Straße und fährt rechts durch den Wald zum Mühlbach hinunter. Diesen quert man und hält sich rechts des Baches Richtung Wagenberg. Über Wiesen und kleine Waldstücke erreicht man schließlich Lessach.

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